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Perfekte Täuschung mit geklautem Facebookprofil

Geschäfte mit Menschen zu machen, die es nicht gibt und die Dinge verkaufen, die ihnen nicht gehören, das Internet macht’s möglich. Heute las ich von einem Fall, der wachrütteln sollte im (eigenen) Umgang mit den Neuen Medien. Es geht um den hochgelobten Fotojournalisten Eduardo Martins, dessen Fotos aus Kriegsgebieten über Bildportale wie Getty Images etc. weltweit in die Zeitungen gelangten (Wall Street Journals, Le Monde, Telegraph …). Doch dieser Fotojournalist, dem über 100.000 Instagramm-Nutzer folgten, war ein „fiktiver Held“ und die verkauften Fotos stammen nicht von ihm, sondern von teils verstorbenen Fotojournalisten. Sein Instagramm-Account ist inzwischen deaktiviert, doch wer wirklich hinter allem steckt, ist bisher nicht bekannt. Die ganze Geschichte dieser Täuschung gibt es z. B. hier: jetzt.de

Ein paar Fragen, die ich mir und dir als Leser stelle: Wie schnell teilen wir (ich schließe mich nicht aus) Meldungen und so genannte Wahrheiten, die uns im Internet begegnen? Woher weiß ich, dass es wahr ist? Es ist auch nicht alles richtig, was auf „wikipedia“ steht, und doch beziehen sich so viele – auch Medienleute – darauf. Wer oder was, bzw. welches Nachrichtenportal, welche Zeitung etc. ist überhaupt glaubwürdig? Bei aller „Mitteilungsfreude“: Wie können wir verantwortungsvoller und insgesamt achtsamer mit dem umgehen, was uns im Internet begegnet?

In den Medien gab es schon immer „gefakte“ Berichte und Fotos – nicht erst seit Zeiten des Internets. Medienkompetenz war schon immer ein stiefmütterlich behandeltes Thema, umso wichtiger ist es heute in der Welt von „Social Media und Co.“ diese Kompetenz so früh wie möglich jedem zu vermitteln.